Hunde-BBQ in Rosenheim

Hunde-BBQ in Rosenheim

Stellungnahme der Vegans of Rosenheim zum PETA-Protest in Rosenheim am 17. Juli 2020

Zehn unserer Aktivist*innen nahmen am Freitag an der Aktion des Freiwilligen PETA ZWEI Streetteams Rosenheim teil, bei der ein Hund in der Fußgängerzone als ‘Grillgut’ dargestellt wurde. Ziel war es, Menschen auf Speziesismus aufmerksam zu machen, speziell darauf, dass Gewalt gegen “Haustiere” abgelehnt wird, während allein in Deutschland jährlich über 760 Millionen sogenannter “Nutztiere” für den Fleischkonsum getötet werden. Darunter 50 Millionen Schweine, welche sogar intelligenter als Hunde sind. 

Die Aktion dauerte von 15 Uhr bis 18 Uhr. Während sich in der ersten Stunde nur vereinzelte Gespräche gebildet hatten, waren in der restlichen Zeit alle Aktivist*innen fast durchgehend in Gesprächen. Aus Sicht der Vegans of Rosenheim war die provokative Kundgebung daher ein voller Erfolg.

Negative Kommentare gab es fast ausschließlich online. Nur vereinzelt hatten Passant*innen Einwände. Eine Frau sagte zum Beispiel, dass “Tiere […] schon immer für den Menschen ausgebeutet” wurden, und dass es “vor hunderten Jahren […] nicht anders möglich” war. Die Antwort eines Aktivisten war, dass es “heute aber ohne Probleme möglich [ist], ohne Tierprodukte zu leben”. Viele Passant*innen wurden (deshalb) auch auf das Programm bzw. die App Veganstart von Peta aufmerksam gemacht. Hiermit können Nutzer*innen 30 Tage lang herausfinden, wie es ist, vegan zu leben.

Überwiegend erhielten unsere Aktivist*innen positive Rückmeldung und Zuspruch für ihren Einsatz. Einige der Passant*innen leben bereits vegan oder vegetarisch. Wir danken vor allem den Menschen, die sich Gedanken zu dem Hintergrund der Aktion gemacht haben und sich entschieden haben, sich weiter zu informieren bzw. offen dafür waren, ihren Lebensstil zu ändern. “Ich hatte mit mehr Gegenwind gerechnet, vielleicht hat der Tönnies Skandal ja doch einige Menschen aufgeweckt. […] Eine Mutter erklärte ihren zwei Kindern, dass alle Tiere fühlen und dass wir deshalb kein Tiere essen sollten. Normalerweise ist das andersherum”, so Alex Saalfeld, Teilnehmer der Aktion. 

Vor der Aktion gab es Kritik von Josef Steingraber, dem Geschäftsführer des Bauernverbandes Rosenheim. Er würde keinen Hund essen, “einfach deshalb, weil [dieser] Fleischfresser ist” und dessen Fleisch damit Gefahren berge. Diese Aussage können wir so nicht nachvollziehen, da z.B. Schweine wie Hunde Allesfresser sind. Ohnehin sind wir der Meinung, dass die meisten Menschen Hunde aus einem anderen Grund nicht essen wollen. “Eine Passantin war den Tränen nah, das ist bestimmt nicht passiert, weil Hundefleisch ungesund wäre”, meint Alex Saalfeld. 

Vegans of Rosenheim ist eine private Gruppe von Tierrechtsaktivist*innen aus Rosenheim und Umgebung.

Bei Fragen zu einem veganen Lebensstil, können sich Interessierte jederzeit unter info@vegansofrosenheim.de an uns wenden. Wir helfen gerne.

Quellen:
Albert Schweizer Stiftung: Schlachtzahlen 2019
PETA: Schweine
OVB: Artikel „Hund auf dem Grill“

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